Editorial

21 Mar 2022

Wie Unternehmen eine einzigartige Employer Value Proposition (EVP) erreichen

Nico Lind

Ein Unternehmen zu gründen, zu leiten oder zu managen ist alles andere als ein leichtes Unterfangen. Jede erfolgreiche Führungskraft weiß, dass die Arbeitsumgebung und die Beziehung zu den eigenen Mitarbeiter:innen maßgeblich für den Erfolg eines Unternehmens ist.

Wer zufrieden im eigenen Unternehmen ist, arbeitet motivierter und produktiver. All diese Faktoren beruhen auf einem guten Arbeitgeberimage. Die sogenannte Employer Value Proposition (EVP) ist das Arbeitgeberversprechen gegenüber den eigenen Mitarbeiter:innen. Mehr zur EVP und wieso Employer Branding heutzutage so wichtig ist, findest Du in diesem Blog Beitrag.

Mitarbeiter:innen sind das dirkete Bindeglied zwischen dem Unternehmen und den Kund:innen. Alles beginnt damit, dass Du die richtige Art von Menschen einstellst, die für die Erreichung der Unternehmensziele geeignet sind. Zu berücksichtigende Faktoren sind:

  • Ihre Fähigkeiten
  • Wie gut sie zu den Unternehmenszielen passen
  • Ihre Einstellung
  • Potential
  • Hard skills
  • Cultural fit
  • Soft skills

Wer präsentiert sich also als attraktiver Arbeitgeber? Welche Vorteile erkennen potentielle Arbeitnehmer:innen gegenüber anderen Unternehmen und anderen Arbeitgebern am Markt. Ein hervorragendes Arbeitgeberangebot zeigt, dass Mitarbeiter:innen im Mittelpunkt des Geschäftsbetriebs stehen.

Mit einer starken Arbeitgebermarke wird folglich auch die Mitarbeiterbindung hoch sein. Um eine einzigartige Employer Value Proposition zu kreieren findest Du nachfolgend einige Vorschläge, die unter anderem den Einstellungsprozess produktiver machen. Doch zunächst solltest Du verstehen, was eine EVP ist.

Was ist eine Employer Value Proposition (EVP)?

Ein Arbeitgeberversprechen (Employer Value Proposition, EVP) ist das Versprechen eines Unternehmens an seine Bewerber:innen und Mitarbeiter:innen der eigenen Identität. Es zeigt Vorteile auf, die die Arbeit des Unternehmens im Vergleich zu seinen Wettbewerbern zeigt. Die EVP ist ein wichtiger Bestandteil von Employer Branding und Personalmarketing.

Vor allem im Zuge des Fachkräftemangels und bei der Ausschreibung offener Stellen auf Jobbörsen oder Karriereseiten, ist ein Alleinstellungsmerkmal von Arbeitgebern heute wichtiger denn je zuvor. Deine EVP sollte klar definieren, was Du als Arbeitgeber tust, um Bewerber:innen und bestehenden Mitarbeiter:innen mit ihren Karrierechancen zu helfen, und sie persönlich wie professionell voranzutreiben.

Eine starke EVP ist zudem dazu da, die Unique Selling Proposition (USP), also die Einzigartigkeit von Arbeitgebern herauszuheben. Sie wird nicht nur die Arbeitgebermarke verbessern, sondern bildet auch ein starkes Fundament für die Personalabteilung. Dieses Element ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, wertvolle Talente zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden.

Dieses Werteversprechen ist die Grundlage für die Kultur eines Unternehmens. Dabei geht es um die authentische Widerspiegelung des Arbeitsumfelds. Es geht darum Unternehmenswerte erlebbar zu machen. Die eigene EVP trägt die Kerneigenschaften des Arbeitgebers glaubhaft nach außen.

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Grundsätze einer starken Employer Value Proposition (EVP)

Mit ein paar einfachen Konzepten, kannst Du eine starke Arbeitgebermarke entwickeln, die sowohl intern als auch extern positive Effekte erzielt. Egal ob Du versuchst die besten Talente auf dem Arbeitsmarkt für Dich zu gewinnen oder Schlüsselpersonen langfristig an Dein Unternehmen zu binden - die Beachtung dieser Grundsätze wird Dir dabei helfen:

Bedürfnisse antizipieren

Wenn Du die Bedürfnisse Deiner Mitarbeiter:innen und der potentiellen Bewerber:innen kennst, kannst Du gezielter Leistungen anbieten. Wenn eigene Unternehmen die internen Needs verstehen, können sie arbeitsbezogene Fragen einfacher beantworten. Ganz egal ob es dabei um betriebliches Gesundheitsmanagement, Homeoffice oder Aufstiegschancen geht - je mehr Infos Dir vorliegen, desto besser.

Das Arbeitsklima ist zentrales Thema für die EVP. Es ist wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die Mitarbeiter:innen wertgeschätzt und gleichzeitig gefordert fühlen. Du musst auf die Details achten, die im Leben von Mitarbeiter:innen einen Unterschied machen. Wenn die EVP Deines Unternehmens auf die Bedürfnisse der heutigen Mitarbeiter:innen eingeht, hebt sich Dein Unternehmen damit von der Konkurrenz ab und wird attraktiver als diese.

Bleibe wettbewerbsfähig

Heutzutage bieten viele Unternehmen ähnliche Sonderleistungen wie ihre Mitbewerber an. Damit potenzielle Bewerber:innen aber besonders auf Dich aufmerksam werden, musst Du Dich von der Konkurrenz abheben. Auch wenn damit oft ein wenig Mehraufwand verbunden ist, lohnt sich die Mühe.

Wenn Du Dein Arbeitsumfeld den Bedürfnissen der Belegschaft anpasst, wird nicht nur die nächste Mitarbeiterbefragung gut ausfallen - sondern auch eine mögliche externe Kampagne zur Talentgewinnung ein Riesenerfolg.

Bewerber:innen sollten sich einfach zurecht finden

Die Aufmerksamkeitsspanne von uns Menschen ist seit dem Smartphone und Social Media Zeitalter dramatisch zurückgegangen. Auf die EVP übersetzt heißt das, es möglichen Bewerber:innen so einfach wie möglich zu machen. Sie sollten sich mühelos über die Karrieremöglichkeiten in Deinem Unternehmen informieren können.

Dabei sollte Deine Website mit ausreichenden Inhalten gefüllt sein, die es Bewerber:innen ermöglichen sich in Self-Service Manier zurechtzufinden. Aber nicht nur auf potentielle Interessenten, solltet Du Acht geben. Mindestens ebenso wichtig sind die internen Kund:innen des Unternehmens - die eigenen Mitarbeiter:innen. Je leichter Du es ihnen machst, Informationen zu finden, desto wahrscheinlicher verbessert sich ihre Arbeitszufriedenheit.

Sei konkret und transparent!

Transparenz ist das A und O für viele Arbeitnehmer:innen. Mitarbeiter:innen wollen wissen wie sich ihre Leistung auf ihre Vergütung, ihre Arbeitsplatzsicherheit und ihren Karriereweg auswirken. Lass Deine Mitarbeiter:innen wissen, was sie zu erwarten haben, indem die Bedingungen für jede genannte Leistung klar definiert sind. Auf diese Weise schaffst Du Vertrauen und verbesserst die Erfahrungen der Mitarbeiter:innen in Deinem Unternehmen.

Sei konsequent!

Beständigkeit schafft Vertrauen, was wiederum zu stärkerer Mitarbeiterbindung und niedrigeren Fluktuationsraten führt. Deine Mitarbeiter:innen werden sich jeden Tag auf die Zusammenarbeit freuen, wenn sie wissen, dass die Leistungen konstant erbracht werden. Damit ermutigst Du Dein Team zu guter Performance und erhöhst das Mitarbeiterengagement.

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Wenn Du Dich mit dem Ist-Zustand nicht zufriedengibst, und Deinen Angestellten wettbewerbsfähige Wachstumsmöglichkeiten aufzeigst, förderst Du dadurch deren Entwicklung. Dies führt zu einer höheren Arbeitszufriedenheit und einem positiven Arbeitsklima.

Halte es einfach!

Mache nicht den Fehler und biete alles auf einmal an! Du kannst nicht auf jeder Hochzeit tanzen. Wenn Du zuviele Dinge oder zu viele Details auf einmal anbietest, dann verwirrt und überwältigt das viele Personen. Je konkreter und spezifischer Dein Angebot ist, desto eher können vor allem externe Bewerber:innen erkennen, ob ihnen die Unternehmenskultur zusagt.

Denke daran, dass Dein Hauptziel darin besteht, Talente anzuziehen. Das gelingt Dir am Besten, wenn Du sie nicht mit Informationen überhäufst. Einfache Worte, klar definierte Vorteile und eine Online-Bewerbung in wenigen Klicks - dann bist Du auf dem richtigen Weg!

Aktualisiere Deine EVP regelmäßig

Eine Employer Value Proposition verändert sich im Zuge des Wandels Deines Unternehmens mit. Dieser dynamische Prozess ist notwendig, damit im Zuge der Veränderung auch Deine Arbeitgebermarke die richtige Botschaft aussendet. Es ist wichtig, das Leistungsversprechen des Arbeitgebers ständig zu aktualisieren, um sicherzustellen, dass es stets aktuell ist.

Was sind die Vorteile einer EVP?

Ein EVP ist nicht nur wichtig, um die besten Talente zu gewinnen, sondern hilft auch bei der Mitarbeiterbindung. Wenn Du ein einzigartiges und wertvolles Arbeitgeberangebot bereitstellen kannst, werden Deine Mitarbeiter:innen länger bleiben und härter für Dich arbeiten. Es schafft Vertrauen. All Deine Mitarbeiter:innen wissen, dass sie für ein Unternehmen arbeiten, dem sie wichtig sind.

Die Vorteile umfassen:

Längere Mitarbeiterbindung

Die Mitarbeiter:innen fühlen sich in Deinem Unternehmen wertgeschätzt, und die Arbeitszufriedenheit ist hoch. Wenn sie sich bei der Arbeit wohlfühlen, ist es für den Arbeitgeber leichter, sie zu halten. Mit einer guten EVP hast Du eine höhere Mitarbeiterbindungsrate, was für weitere Kosteneinsparungen bedeutet.

Niedrigere Fluktuationskosten

Eine hohe Fluktuation kann vielen Unternehmen finanziell und ressourcentechnisch sehr schaden. Mitarbeiterfluktuation tritt auf, wenn Angestellte das Gefühl haben, dass ihre Bedürfnisse nicht erfüllt werden oder das Unternehmen nicht mit ihren Werten übereinstimmt. Wenn Du eine authentische EVP hast, wird dies seltener vorkommen, da sich die Mitarbeiter:innen geschätzt fühlen und wissen, dass sie fair behandelt werden.

Niedrigere Rekrutierungskosten

Starke EVPs beschleunigen den Einstellungsprozess. Arbeitgeber geben dadurch weniger aus und halten die Rekrutierungskosten im Verhältnis sehr niedrig. Durch die Identifikation mit dem eigenen Arbeitgeber, ist es auch unwahrscheinlicher Mitarbeiter:innen an die Konkurrenz zu verlieren. Arbeitnehmer:innen bekommen so definitiv nicht das Gefühl, dass ihre Karriere stagniert oder ihr Wachstum stehenbleibt.

Bessere Unternehmensreputation

Neben einer Vielzahl an internen Vorteilen, zahlt eine starke Employer Value Proposition auf den Ruf als guter Arbeitgeber ein. Eine authentische Reputation auf dem Bewerbermarkt, ist ein schlagkräftiges Argument im hart umkämpften War for Talents. Als mitarbeiterorientierter Arbeitgeber ist es wahrscheinlich, dass passende Bewerber:innen leichter und schneller zu finden sind.

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Was sind die wichtigsten Bestandteile einer Employer Value Proposition (EVP)?

Die wichtigsten Bestandteile einer EVP variieren von Unternehmen zu Unternehmen. Im Allgemeinen umfasst eine EVP folgende Punkte:

Kurzbeschreibung des Unternehmens

Jedes Unternehmen ist einzigartig in seiner Existenz. Und genau so sollte es eine kurze Beschreibung des Unternehmens und dessen Tätigkeiten sein. Das ist deshalb wichtig, weil es potenziellen Bewerber:innen zeigt, dass sie es mit einem seriösen Arbeitgeber zu tun haben. Außerdem erhalten Kandidat:innen dadurch wertvolle Einblicke ins Unternehmen.

Eine Kurzbeschreibung sollte einfach, klar und direkt formuliert sein, sodass externe Personen in nur ein bis zwei Sätzen verstehen, was Dein Unternehmen tut. Es ist nicht nur wichtig was Dein Unternehmen tut, sondern auch wie und warum es diese Tätigkeiten ausführt und was es damit erreichen will.

Information über die Unternehmenskultur

Die Unternehmenskultur ist heutzutage ein immens wichtiger Faktor bei der Auswahl für oder gegen einen Arbeitgeber. Der sogenannte Cultural Fit ist sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer:innen ein ausschlaggebender Grund, der häufig schwerer wiegt als andere Faktoren wie Vergütung, Urlaub oder Corporate Benefits.

Wenn Du eine positive Unternehmenskultur hast, gilt es im nächsten Schritt sie nach außen zu kommunizieren, damit alle potentiellen Bewerber:innen auch davon erfahren. Bei diesem Schritt trennt sich oft die Spreu vom Weizen. Um die Kultur zum Leben zu erwecken, helfen Fotos, Videos und andere Grafiken, die die Menschen und den Arbeitsplatz des Unternehmens zeigen.

Work-Life-Balance schaffen

Work-Life-Balance. Ein umstrittenes Buzzword des 21. Jahrhunderts. Wünsche, Werte und Bedürfnisse verändern sich mit den Generationen. Arbeitgeber, die ihren Angestellten keine wünschenswerte Work-Life-Balance ermöglichen, werden schnell eingestehen müssen, dass dies ein Fehler war. Was eine gute Work-Life-Balance ist, ist zudem sehr subjektiv.

Wenn es Fotos und Videos von Mitarbeiter:innen bei der Arbeit und in der Freizeit gibt, solltest Du das unbedingt in Eure EVP aufnehmen. Das verkörpert die authentische Möglichkeit Deines Unternehmens für eine ausgeglichene Work-Life-Balance der Angestellten. Das zeigt, dass jeder ein gleichberechtigter Teil des Unternehmens ist.

Erfolge und berufliche Entwicklung der Mitarbeiter:innen teilen

Die Mitarbeiterentwicklung ist ein wichtiger Bestandteil jeder Unternehmenskultur. Deine EVP sollte erläutern, wie Dein Unternehmen seinen Mitarbeitenden hilft, zu wachsen und sich beruflich weiterzuentwickeln. Erläutere welche Karrieremöglichkeiten sich den Mitarbeitern bieten, wenn sie weiter für das Unternehmen arbeiten.

Biete ihnen verschiedene Schulungsprogramme an und erkläre den Mitarbeiter:innen, wie ihnen diese dabei helfen, die für ihre Weiterentwicklung erforderlichen Fähigkeiten zu erwerben. Bei Trainings und bei Schulungen darf der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Ob ein mehrtägiger Betriebsausflug, externe Coaches oder spielerische Workshops mit Kolleg:innen - biete das an, was zu Deiner EVP passt.

Erfahrung der Mitarbeiter:innen mit Bewerber:innen teilen

Mit einer guten Arbeitgebermarke, hast Du vermutlich viele zufriedene und motivierte Mitarbeiter:innen in Deinem Unternehmen. Es ist wichtig diese positiven Erfahrungen nach außen zu kommunizieren. Das kann in Form von Kurzvideos, Interviews oder Zitaten sein. Essentiell ist, dass die Botschaft bei möglichen Interessenten des Unternehmens ankommt.

Alles was Dir authentisch dabei helfen kann, potentielle Bewerber:innen anzuziehen, ist gut extern zu teilen. Auch besondere Vergünstigungen wie kostenlose Mahlzeiten, Krankenversicherungen, oder weitere Corporate Benefits können die Arbeitserfahrungen Deiner Mitarbeiter:innen positiv beeinflussen.

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Den Erfolg der Employer Value Proposition messen

Was ist eine gute EVP? Und was unterscheidet sie von einer Schlechten? Um das beurteilen zu können, ist die Messung der Arbeitgebermarke von entscheidender Bedeutung. So stellst Du sicher, dass potenzielle Bewerber:innen und Mitarbeiter:innen alles wissen, was Dein Unternehmen betrifft.

Eine der üblichsten Messungsmethoden ist die Mitarbeiterbefragung. Die Antworten dienen als Feedback Deiner EVP. Dabei ist die ehrliche und unvoreingenommene Beantwortung zwingend notwendig. Auch wenn das bedeutet, dass dabei negative Aspekte genannt werden. Nur das macht eine Employer Brand authentisch und erfolgreich. Wie auch wir Menschen kann kein Arbeitgeber zu 100% perfekt sein. Und ganz ehrlich: Wer will das schon?

Weitere Methoden um den Erfolg einer Employer Value Proposition zu messen sind folgende:

Mitarbeiterbindungsrate

Eine der am häufigsten genannten Kennzahlen bezüglich EVP ist die Mitarbeiterbindungsrate. Ein gute Quote spiegelt zufriedene Mitarbeiter:innen wieder. Darüber hinaus kannst Du Dir anschauen wie viele Neueinstellungen im letzten Jahr in Vollzeitstellen umgewandelt wurden. Je höher die Quote, desto wahrscheinlicher kommt Deine Arbeitgebermarke bei Deinen Mitarbeiter:innen gut an.

Mitarbeiterengagement-Quote

Die Engagement-Rate ist ein Indikator dafür, ob die Mitarbeiter:innen mit ihrer Gesamterfahrung im Unternehmen zufrieden sind. Anhand dieser Zahl lässt sich feststellen, ob Du Deine EVP-Strategie verbessern musst oder nicht.

Mitarbeiterempfehlungsrate

Ein weiterer sehr schwerwiegender Faktor für eine Employer Brand ist die Weiterempfehlungsrate von Mitarbeiter:innen. Wie der Name schon sagt, geht es darum wie viele Deiner Angestellten ihren Freunden, ihrer Familie oder Fremden die Arbeit in Deinem Unternehmen weiterempfehlen würden. Je höher die Weiterempfehlungsrate ist, desto besser wird Deine EVP angenommen.

Qualitativ hochwertige Einstellungen und Vorstellungsgespräche

Qualität kommt vor Quantität. Es geht Arbeitgebern nicht mehr um das Motto "Je mehr Bewerber:innen, desto besser". Viel eher zählt die individuelle Qualität dieser Bewerbungen. Dabei geht es neben der fachlichen Passung auch um die kulturelle Passung zu Deinem Unternehmen.

Der Cultural Fit schaut auf die persönlichen Eigenschaften und die Werte von Personen und ob diese zu jenen des Unternehmens passen. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht darin, Fragen zu stellen, anhand derer Du feststellen kannst, ob Bewerber:innen in Bezug auf Kultur, Fähigkeiten/Kompetenzen und Arbeitsstil gut zu Deinem Unternehmen passen.

3 Schritte zum Aufbau einer starken Employer Value Proposition (EVP) Strategie

Um eine erfolgreiche EVP-Strategie aufzusetzen, bedarf es sehr viel Vorarbeit in der Kulturanalyse. Nachfolgend findest Du eine Kurzanleitung, mit welchen Schritten Dir es gelingt, eine starke EVP zu definieren:

1. Definiere Dein Zielpublikum

Wer gehört zu Deinen potenziellen Bewerber:innen? Wer soll Deine Employer Value Proposition zu Gesicht bekommen? Um diese Fragen zu beantworten musst Du die Fähigkeiten und Charakteristiken ausfindig machen, die Du bei Deinen Mitarbeiter:innen gerne sehen würdest.

Sei Dir darüber im Klaren was ein interessanter Kandidat von der Arbeit in Deinem Unternehmen hat? Mit anderen Worten: Wie kannst Du ihn davon überzeugen, für Dein Unternehmen zu arbeiten? Führe dabei verschiedene Faktoren auf, die zur EVP beitragen z.B. den guten Ruf als Arbeitgeber, den vorteilhaften Standort oder etwaige Vergünstigungen.

2. Ermittle, was Deine Arbeitgebermarke einzigartig macht

Bei der EVP-Strategie ist Einzigartigkeit einer der zentralen Faktoren für den Erfolg. Kein Unternehmen ist wie das andere. Und genauso ist jeder Arbeitgebermarke von der anderen zu unterscheiden. Was macht Dich als Arbeitgeber einzigartig? Kennst Du die Antwort auf diese Frage? Ja? - Dann kommuniziere sie so gut wie möglich nach außen!

Es kann dabei darum gehen, dass Du bessere Weiterbildungsmöglichkeiten als Deine Konkurrenz anbietest, oder besonders auf die persönliche Entwicklung Deiner Arbeitnehmer:innen wertlegst. Was ist es was Dich einzigartig macht? Nenne alle besonderen Stärken, mit der sich Dein Unternehmen von der Konkurrenz abhebt.

3. Hebe Dich von anderen Arbeitgebern ab

Wie unterscheidest Du Dich von allen anderen Unternehmen, die die gleichen oder ähnliche Produkte und Dienstleistungen anbieten? Was sind Deine Alleinstellungsmerkmale (USPs), mit denen Du Top-Talente anziehst?

Die Arbeitgebermarke ist das wichtigste Element in der Rekrutierungs- und Nachfolgestrategie des Unternehmens. Sie kann jedoch nur dann wirksam sein, wenn sie regelmäßig neu positioniert wird, um den neuen Gegebenheiten gerecht zu werden. Und am allerwichtigsten: Sei ehrlich und authentisch - zu Dir selbst, zu Deinen Mitarbeiter:innen und den potentiellen Bewerber:innen.

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